
Alle 2 Monate bekommt meine Freundin neue Schuhe – von Google Inc. Sehr nett – Danke! Andere - hört man - bekommen sogar ein neues Auto – jeden Monat. Und ganz viele andere bekommen gerade mal eine Pizza – im Jahr. Wie das so läuft mit Adsense.
Google Adsense Anzeigen
Die Schuhe meiner Freundin werden durch Google-Anzeigen auf 3 Domains finanziert, die zusammen etwa 1800 Besucher haben. Am Tag.
Davon hat eine Domain fast 80% der Besucher, bringt aber nur 7,2% der Einnahmen.
Eine andere hat nur 50 Besucher am Tag und bringt: fast 70% der Einnahmen.
Wie das?
Es kommt ganz wesentlich darauf an, wie Besucher auf die Seite kommen und was sie dort tun. Die kurze Regel: Die Besucher müssen über Suchmaschinen zur Site kommen, dürfen aber dort nicht das finden, was sie gesucht haben.

Die PageImpressions...

.. die Klicks dazu...

... und was davon reinkommt.
Die erste Domain hat zwar viele Besucher, diese kommen aber fast ausschließlich über Links von irgendwo herein. (Eine Zeit lang hatten einige Unterseiten(!) einen PageRank 5) Alle diese Besucher wissen, warum sie auf diese Site schauen. Niemand interessiert sich für die Google-Anzeigen, zumal diese auch noch völlig am Thema vorbeigehen. Also klickt niemand auf die Anzeigen.
Die 2. Domain hat die Anzeigen schon gleich in Maushöhe – und bietet nur spärliche Information, die man noch dazu erst mal finden muss. Wenn man sie gefunden hat, ist man so schlau wie vorher. Der Aus- und Rückweg: Über die Google-Anzeigen. Es gibt Tage, an denen erreicht die Site Klickraten von 40%
Die dritte Domain habe ich mir zum Schluss aufgehoben, weil das etwas komplizierter ist: Hier sind die Anzeigen nur auf vereinzelten – gut ausgewählten Seiten. Und zwar nur auf solchen, bei denen die Seiten gut gerankt sind UND die auch gute Klickpreise erzielen. Die Klickpreise (was bekommen ich pro Klick) sind sehr verschieden, die Nachfrage bestimmt den Preis. Und die Nachfrage (was wird bezahlt) wird durch den potentiellen Gewinn bestimmt. Klar: Die Gewinnspannen bei "Gebrauchte Comics" oder "DVD" sind weit geringer als zb bei "Sofortkredit" oder "Schufafrei", wo die Kredithaie fest verdienen.
Diese einzelnen Seiten habe ich mit Liebe optimiert und sie bringen trotz relativ wenigen Besuchern (sind ja nur 3 Seiten von über 120) immer hin noch fast 23% der Gesamteinnahmen.
Konkret
Die Anmeldung zu Adsense ist denkbar einfach: Zuerst einmal meldet man sich mit Namen, Adresse usw und natürlich der Site, auf der die Anzeigen erscheinen sollen, für Adsense an, danach wartet man die Genehmigung ab: Ein Mitarbeiter schaut sich die Site an und gibt normalerweise grünes Licht, wenn die Site nicht grob gegen Google-Richtlinien (No sex, no drugs, dont be evil) verstößt.
Danach bindet man den Code auf seinen Seiten ein. Der Code gilt in der Folge übrigens auch für weitere Domains: Dann schaut jemand nachträglich drauf.
Natürlich wird man durch die Anmeldung zum gläsernen Webmaster, und auch die Besucher werden gleich miterfasst: Die Anzeigen werden über Javascript direkt von Googlesynication geladen und sind praktisch ein "Counter" mit allem dran, wie Google Analytics.
Andererseits: Durchleuchtet sind wir ohnehin schon; das Datenmonster kennt uns schon lange.
Die Anzeigen sollten in jedem Fall gut sichtbar positioniert sein, aber nicht "hineingepfropft" wirken. Eine gute Position ist vertikal rechts; will man (wegen mangelndem Erfolg) wieder mit Adsense aufhören, kann man diesen Platz schnell wieder gut nutzen, ohne das Design zu zerstören. Oben Quer ist ebenfalls gut, wird aber meistens das Design stören. Man kann das Programm ein Weilchen laufen lassen und mal sehen, was es so einbringt, allerdings sollte man Hoffnungen, dass sich das bald verhundertfachen wird, begraben. Nein – tut es nicht.
Websitebaker und Adsense
Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Adsense-Code einzubinden. Will man die Anzeigen generell auf allen Seiten haben, ist eine fixe Einbindung ins Template das Beste. Das kann man eventuell mit einer Abfrage verbinden: Hat ein Block Inhalt: Diesen ausgeben, sonst: Adsense.
Für Adsense auf einzelnen Seiten ist das Code2 Modul gut geeignet: Abschnitt anlegen, Auf HTML schalten und reinkopieren. Fertig.
Templates, die gut mit Google Adsense können
BlockIt Ads: Das Template ist recht ungewöhnlich: Die Menüpunkte der obersten Eben werden nur als Überschriften ausgegeben (Deswegen tut sich auch die Template-Suche etwas schwer damit).
Die Anzeigenblöcke haben je nach Kapitel optimal abgestimmte Farben und sind fest integriert.
Journey: Der 3. Block ist optional: enthält er Inhalt: ja, sonst: Adsense. Das Template kann sehr viele Seiten unterbringen – und Google bevorzugt größere Sites mit relativ viel Text. Wichtig: Hier sollte man viel Wert auf den Seitentitel, die Meta-Description und die (einzige!) Überschrift 1 legen; diese bestimmen im Wesentlichen den Inhalt der Anzeigen.
Belohnung für alle, die soweit gelesen haben
messe-zelte.com
Der Sinn dieser Site ist, dass sie "existiert". An dieser Existenz darf ich nichts ändert, aber sonst habe ich freie Hand. Die Site hat alles, was Adsense in Einnahmen wandelt: a) ein hässliches Design. b) Nicht das, was man gesucht hat und c) die Anzeigen griffbereit in Maushöhe. Leider sind Messezelte nicht gerade das, was jeder täglich sucht – und deswegen habe ich recht wenige Besucher. Aber immerhin hat meine Freundin neue Schuhe.
Schufafrei und Sofortkredit
Eine kleine Studie über die Häufigkeit von Seiten mit Google-Anzeigen; auf den Siegerplätzen eben die Begriffe: Schufafrei & Sofortkredit. Die Site insgesamt hat zwar recht viele Besucher, aber natürlich nur einen Teil davon auf den Seiten mit Adsense. Eine dritte Seite handelt von "Geld verdienen" – aber damit ist nichts Geld zu verdienen; miese Klickpreise.
Eine Domain fehlt? Ja die mit 0,17% Klickrate auf mies bezahlte Anzeigen. Die lösche ich morgen.
Nochwas: Auf Websitebaker.org sind ebenfalls Google-Anzeigen geschaltet. Meist Joomla und Typo3; dieselben, wie ich sich auch in der Template-Suche habe. (Ich wollte es genauer wissen). Also: Ich weiß: Die Klickpreise sind ein Witz.
Dafür bringt man Besucher auf andere Seiten, statt sie am eigenen Angebot zu halten. Für ein paar Silberlinge.
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Kommentare:
27.05.2011
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