Messe für Senioren in Wien

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Barrierefreiheit – das ist so eine Sache. Manch einer glaubt, es reicht schon, keine Layout-Tabellen zu verwenden. Dabei kümmert sich in Wahrheit niemand um Tabellen; es geht um ganz was anderes.

Senior Aktuell

Der kleine Schriftschalter oben – ich gebe es offen zu – ist für die Pflichtfertigen. Damit es gleich mal barrierefrei aussieht. Brauchen tut den keiner. Da ist es schon viel wichtiger, dass die Site bis 800 Pixel Breite verschmälert werden kann. Und auch bei 1920 Pixel nicht unlesbar verbreitert wird. Kurz: Sie muss immer gute Figur machen, auf jedem Monitor.

Und dass sie auf Browsern, die kaum oder überhaupt kein CSS darstellen können (im Extremfall) zwar nicht gediegen aussieht, aber lesbar ist. Das geht, indem man weitestgehend die klassischen, semantisch richtigen html-Tags verwendet.

Und natürlich muss die Site auch funktionieren, wenn Javascript ausgeschaltet ist. Klar, dann geht der Schrift-Vergrößern Schalter nicht mehr, er wird nicht mal angezeigt. Aber der ist eh nur für die, die ihn nicht brauchen.

Layout-Tabellen und Barrierefreiheit? - kein Widerspruch

Das alles geht in Wahrheit nur mit Layout-Tabellen. Weit mehr Browser haben Schwierigkeiten mit CSS als mit Tabellen, es ist aber eine Anforderung an barrierefreies Design, dass es auch mit steinalten Browsern funktioniert. Tabellen gehören zum Urgestein des Internets. Jeder Browser kann Tabellen halbwegs darstellen.

Dass Screenreader irgendwelche Probleme mit ihnen haben, dürfte der Vorstellung entspringen, dass so eckige Rahmen ja die Kabel verstopfen. Oder so was, wie sich das mancher so vorstellt mit den Strom-Männchen. Irgendeine reale Grundlage hat es jedenfalls nicht.
Solange die Tabellen linearisierbar sind und man keine der Semantik vorbehaltenen Tags (zb: <th>) verwendet, spricht nichts dagegen.

Farben und Kontraste

Klar, je kleiner die Schrift, umso mehr Kontrast muss sie zum Hintergrund haben. Und es darf auch nichts unruhig, fleckig unter der Schrift sein. Das tut einem Designer natürlich ein bissel weh; die feine Klinge bleibt im Werkzeugkasten.

Trotzdem muss es lebhaft und ansprechend bleiben. Die Leute sind vielleicht alt, aber nicht altbacken. Frische, warme Farben: die Messe ist im Frühling und kalt war es lang genug.


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