Ist gar nicht so schwer: Tipps für IE6-Dompteure

Ja, es gibt den IE6 noch. Und es wird ihn auch noch ein Weilchen geben. Und es sind immer die gleichen Fehler, die Template-Entwickler machen.

Siehe auch:

Template-Suche: Die Zahl der Wahl (Teil1) Wonach wird in der Template-Suche wirklich gesucht?

IE6, IE7, FF, Safari und der ganze Rest Nicht jeder nutzt Firefox. Ein Blick über den Tellerrand.

Templates und der IE6

Mit gut 20% Anteil ist der IE6 immer noch relevant. Man kann ihn nicht einfach ignorieren. Und es sind letztlich nur ein paar kleine Tricks, mit denen man ein Template auch auf den IE6 ohne Winseln sauber zum Laufen bringt.
Vieles davon gilt übrigens auch für den IE7.

Der Double Margin-Bug

Bei floatenden Elementen werden margins verdoppelt. Das wirkt sich dann so aus, dass zB eine Box nach unten gedrängt wird, weil zuwenig Platz ist. Oder dass Bilder gegeneinander verschoben sind.
Abhilfe: display:inline;

Das Box-Problem

Tritt auf, wenn ein Element (zb ein div) eine Breite oder Höhe hat, und dazu padding.
IE (alle) rechnet padding nach innen, andere Browser nach außen.
Abhilfe: padding + width (height) vermeiden, indem man zb in ein div + width noch ein weiteres div + margin steckt. Ganz einfach. Was soll daran so schwer sein?

PNG mit Transparenz

Es ist einfach so: IE6 kann es nicht und stellt eine freundliche graue Fläche statt der Transparenz dar. Ein Blinder mit Krückstock sieht das, aber die großartige Designerschaft nicht.
Abhilfe: Zu 99% geht ein GIF genauso und ist meist deutlich kleiner. Für das restliche 1% den png-helper verwenden.

Kleine Abstände unterhalb von Elementen

Das liegt daran, dass IEs Leerzeichen (Einrückungen) im QuellCode nicht immer ignorieren.
Abhilfe: Bei den betroffenen Stellen alle Leerzeichen zwischen ..> und <.. entfernen oder das Element etwas schmäler machen.

 

Natürlich: Gerade die Browser aus dem Hause Microsoft haben auch noch ein paar andere Überraschungen zu bieten. Aber die oben genannten Probleme machen sicher 90% aller Schwierigkeiten aus und es ist nicht immer notwendig, dass die Darstellung „pixelgenau“ ist. Oft ist ein Kompromiss weit sinnvoller als 200 Hacks und Tricks.

 

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Kommentare:

27.06.2010

dbs

Hallo,
prima Tipp mit display:inline; ,danke.

Der IE6-Anteil dürfte inzwischen weit niedriger liegen. So um die 5% ?

Gruß
Frank

27.06.2010

Tenschert

Hallo,

je nach Statistik ist der IE6 zwischen 7% (http://www.w3counter.com/globalstats.php oder http://www.w3schools.com/browsers/browsers_stats.asp), 10% (http://gs.statcounter.com) und 17% http://marketshare.hitslink.com/browser-market-share.aspx?qprid=2&qptimeframe=M
Aber einen statistisch korrekten Wert zu finden ist kaum möglich - Zielgruppe und Land spielen eine große Rolle. Der IE6 wird aber nicht mehr unterstützt - Microsoft findet ihn selbst schlecht, Google mit seinem Imperium (YouTube usw.), Facebook u.v.a. nehmen auf den IE6 keine Rücksicht mehr (sagen sie zumindest).
Interessant ist übrigens, dass der Zenit von Firefox überschritten ist - seit einigen Monaten gehen die Zahlen bei fast allen Statistikern zurück, zugunsten der WebkitBrowser (Google Chrome und Apple Safari).

Gruß Michael

27.06.2010

Chio

Die Statistik ist ungenau - und fürn Hugo. In vielen Büros ist der IE6 installiert und bleibt noch Jahre.
Man muss keine Religion draus machen. Der IE6 ist ein alter Browser, er funktioniert leidlich, aber niemand erwartet, dass er alle Stückerl spielt.
Es mag durchaus im Interesse vieler Admins sein, dass der IE6 KEIN YouTube kann. Natürlich liegt es nicht im Interesse von YouTube, wenn nicht alles funktioniert.
Der Zenit von Firefox ist schon einige Zeit überschritten. Firefox ist ein Browser wie andere auch. Mittlerweile gibt es Safari, Chrome, sonstwas. Und IE8 ist gar nicht so schlecht. Keine Religion; nach Safari und Chrome komme ich mehr und mehr auf den IE8 zurück. Der bevormundet mich wenigstes nicht die ganze Zeit.